Auf privaten Baustellen, aber auch auf solchen der SBB ist das Tempo einer Reparatur oftmals matchentscheidend – im Falle von Arbeiten auf einer Zuglinie speziell nachts. Dies, da die Zugstrecke im Morgengrauen ansonsten nicht pünktlich wieder für den Verkehr freigegeben werden kann.

In solchen Situationen setzt die Firma Chronoflex AG auf die Handpresse: dann, wenn keine Zeit bleibt, einen ganzen Schlauch zu demontieren und zu ersetzen, sondern wenn der defekte Schlauch möglichst rasch repariert werden soll.

Vorgegangen wird folgendermassen: Nachdem der defekte Schlauchbereich abgeschnitten worden ist, muss ein Ersatzstück an den noch einsatzfähigen Hydraulikschlauch angebracht werden. Der neue Schlauch wird über das Ansatzstück gesteckt – über das Ganze kommt eine Presshülse. Damit die Konstruktion im Arbeitsalltag auch hohen Druck aushält, muss sie nun verpresst werden. Dazu dient die Handpresse.

Sie ist zwischen 15 und 20 Kilo schwer und befindet sich in jedem Servicefahrzeug der Chronoflex AG.

Möglichst rasche Reparaturen bieten sich nicht in jeder Situation an. Oftmals ist es nachhaltiger, bei einem Defekt gleich den ganzen Hydraulikschlauch zu ersetzen. Deshalb kommt die Handpresse nur bei einem geringen Anteil der Arbeiten, welche die Chronoflex AG ausführt, zum Einsatz. Und auch nur dann, wenn der nicht vom Defekt betroffene Schlauchteil noch von guter Qualität ist. Ansonsten läuft der Kunde Gefahr, dass innert kurzer Zeit in einem anderen Bereich des Schlauches ein Defekt auftritt. Mit einer raschen Reparatur würde er kurzfristig zwar Zeit und Geld sparen. Längerfristig bringt ihm ein Totalersatz des Schlauchs aber mehr.